200er Brevet, privat

Dieses Jahr soll es soweit sein. Ich will ein Brevet fahren, genauer gesagt, ein 200 km Brevet der ARA München. Ach, das ist ja garnichts, höre ich Euch einwerfen. Für mich schon.

Es gibt noch das 300km, 400km, das 600er und das 800km, gebt Ihr mit erhobenen Zeigefinger zu bedenken. Und die Gruppe der Randonneure*neusen München bietet 2019 sogar ein 1000 im Brevet an. In einer großen Schleife von München über den Chiemgau hinein nach Österreich über Ried und Linz ins Böhmische Budweis, Pilsen und über Karlsbad, die Oberpfalz und Regensburg zurück nach München. Und das alles innerhalb von 75 Stunden. Ja, richtg gelesen. Für die 1000 km stehen 75 Stunden Gesamtfahrzeit zur Verfügung. Da komme ich mit meinen 200 km im Herbst recht leicht daher. Die Spannung aber steigt. Bald wird es September sein und wer weiß schon wie dann die Kondition sein wird. Die anderen Touren, die großen welchen, werde ich mir in mehrtages Fahrten erarbeiten. Ich denke, man muß sich dem Thema Langstreckenfahren und Brevets langsam nähern. Der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Der eingefleischte Audax-Fahrer aber bezieht seinen Spaß aus der großen persönlichen Leistung. Es geht hier nicht um das irgendwo ankommen sondern der Weg ist das Ziel. Und das Motto wiederum könnte von mir sein. Ich fahre – wie übrigens so viele – einfach des Spaßes wegen. Eine schöne Strecke, schöne Landschaft, gute Beine und nicht allzuheftiger Gegenwind und das Randonneurs*neusenherz ist glücklich.

Aber darf man sich überhaupt als solcher, nämlich Randonneur *neusen, bezeichnen, wenn man noch nie mehr als 167 km am Stück gefahren ist? Auch hier denke ich, sollte man nicht so strenge Maßstäbe anlegen. Jeder der gerne lange Strecken fährt zählt für mich zur Radfahrendengattung der Randonneure* *neusen.

Wer sich stark für den Gedanken des Langstreckenfahrens erwärmen kann und wem lächerliche 200 km in der Gruppe gefahren noch nicht genug sind, dem sei hier der Link zu den Randonneuren *neusen von ARA-München nahegelegt.

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