Der Bastard

Das ist mein Bastard. Eine Mixture aus unterschiedlichen Komponenten, was die Werkstatt halt gerade hergab. Auf Grundlage eines selbstgebauten Stahlrahmens, mit eigentlich geradem Oberrohr und bequemer Geometrie, 73° für das Sitzrohr und 73° für das Steuerrohr, habe ich einen geschmeidigen Flitzer für die Stadt aufgebaut. Statt einer Starrgabel ist da eine 60mm Federgabel. Der Antrieb stammt von einem alten Kuwahra Rad aus den 90igern. Sichtbarste Reminiszenz an das Kuwahra sind die Biopace Kettenbläter und die 28″ Laufräder mit einer 7-Gang Kassette.

Der Bastard, den ich „Hexxenhammer“ getauft habe, fährt sich verboten gut. Angepasst an meine bevorzugte Geometrie gepaart mit der Federgabel für die innerstädtischen Buckelpisten läßt er sich nicht zuletzt durch die schnellen 32er Schwalbe Mäntel (natürlich pannensicher) geschmeidig durch den Stadtdschungel bewegen.

Gerade für die Stadt und besonders für Fahrer die es gerne etwas rasanter angehen lassen sollte das Stadtradl gewisse Anpassungen vorweisen. Auf zum Teil grob buckligen Radwegen, Bordsteinkanten, die gefühlt einen halben Meter aus dem Boden ragen, macht eine gefederte Gabel die Fahrt zum Genuss. Glasscherben, winzig zermahlen aber trotzdem messerschaft sowie allerlei Dornen und scharfkantiger Split, erzwingen Reifen die den höchsten Pannenschutz aufweisen. Wenn dann noch eine leichtbedienbare und akkurat eingestellte Schaltung blitzschnelle Schaltvorgänge erlauben, ist die Fahrt durch das Radwege- und Straßendickicht ein kleines, genußvolles Abenteuer.

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